Es war für die begrenzte Teilnehmerzahl eine spannende Sache, als sie sich am Samstag im, Voerder Pavil-lon an der Grünstraße auf das Werkwinkel-Projekt von Pfarrer Tobias von Boehn einließen.
Der Name ist aus dem Niederländi-schen entnommen. „Werk“ bedeutet Arbeit, unter „Winkel“ versteht man ein Geschäft oder einen Laden, wie übrigens auch in manchen deutschen Landstrichen.
Werkwinkel, was ist das?
Bei den Werkwinkeln geht es darum, unter einem bestimmten Thema einen Raum ganzheitlich zu gestalten und zwar in der Form, dass denen, die diesen Raum später besuchen, auf ganz unterschiedliche Weise das Thema nahe gebracht wird.

Die Ausarbeitung eines Winkel-projekts lädt ein, sich in kleinen Teams mit einem Text auf unterschiedliche Weise über eine längere Zeit zu beschäftigen. Dies hilft, einen besonderen Zugang zu biblischen Texten oder Themen zu entwickeln.
Nachdem die Teilnehmer wussten, auf was sie sich eingelassen hatten, ging es an die Umsetzung des Projekts. Sie begannen mit der Erarbeitung der biblischen Texte – ”Das Vertrauen einer jüdischen Frau“ und „Der neue Himmel und die neue Erde“ – und der konkreten Gestaltung der Räume. Der Tag war in mehrere Phasen eingeteilt: Hören auf den Bi-beltext, Nachdenken in der Stille, Im-pulse notieren und in kleinen Teams abgleichen; dann zusammentragen, was die Hauptlinien sind, an denen man sich bei der Gestaltung der Räu-me orientieren will. Anschließend die lange Phase des kreativen Umsetzens, des Basteln, des Malens und Schrei-bens, des Wändeaufstellens und des Gestaltens mit Deko-Materialien. Und dann, am späten Nachmittag die Über-raschung und Begeisterung, was aus den beiden Räumen geworden ist, die man gemeinsam gestaltet hatte. Es kamen Gaben und Talente zum Vorschein, von denen man vorher gar nichts gewusst hat. Und: das Alter spielte keine Rolle; es hatten sich Teilnehmer und Teilnehmerin-nen von 12 bis 70 Jahren zusammen gefunden – und es hat wunderbar geklappt. In allem eine gute Erfah-rung, weil Gottes Nahesein und sein Reden auf ganz andere – als bisher gewohnte – Art erlebbar war.