Waldgottesdienst am 2.7.06 in Möllen
Die Waldgottesdienste auf der Schützenanlage in Möllen freuen sich von Jahr zu Jahr einer immer größer werdenden Beliebtheit. So auch am vergangenen Sonntag. Stühle und Bänke konnten nicht so schnell herbeigeschafft werden, wie die Besucher das Rund unter den alten Bäumen füllten. „Wald-Bläsergottesdienst“ stand auf dem Programmablauf für den Gottesdienst. Und so verwunderte es die Besucher nicht, dass Ferdinand Overländer vom Posaunenchor Spellen-Friedrichsfeld einen kurzen Abriss über die Entstehungsgeschichte der Posaunenchöre gab. Sie sind vor gut 150 Jahren in den geistlichen Erweckungsgebieten Deutschlands entstanden. Da die Kirchen für die vielen Menschen, die sich zu Gott bekannten, zu klein waren, zog man hinaus ins Grüne, um dort Gottesdienst zu feiern. Aber dort fehlte die Orgel. Also kam der Gedanke auf, eine „transportable Orgel“ in Gestalt von Blechbläsern einzusetzen. Das war die Geburtsstunde der Posaunenchöre Das Motto der meisten Posaunenchöre lautet: „Musizieren zum Lobe Gottes und den Menschen zur Freude“. Diesem Motto wurden die Bläserinnen und Bläser unter der Leitung von Dietrich Bassfeld an diesem Sonntag voll und ganz gerecht. Im Vor- und Zwischenspiel sowie in der Begleitung des Gemeindegesangs wurden sämtliche Gesetze der Musik wie Rhythmik und Dynamik, Höhe und Tiefe, Lautstärke und Geschwindigkeit erfüllt.
Linda Iduna Woitas und Gil-Robin Endres hatten an diesem Sonntag ihr ganz besonderes Fest. Sie wurden durch die Taufe in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Anhand der Schöpfungsgeschichte, in der das Wasser eine große Rolle spielt, erläuterte Pfarrer Dr. Frank Hartmann, wofür das Wasser bei der Taufe steht „Wasser bedeutet Leben, Wasser macht Freude, Wasser reinigt, Wasser gibt Kraft zum Leben. Die Taufe mit Wasser ist das sichtbare Zeichen dafür, dass jemand zu Gott gehört“.
Mit diesen Worten leitete er über zum Predigttext, dem der Psalm 104 (in Auszügen) zu Grunde lag. Dieser Psalm ist ein Lob auf die Schöpfung Gottes. Der Psalmbeter preist Gott als Erhalter und Garanten der Schöpfungswerke und ihrer Ordnungen. Er greift verschiedene Bereiche heraus: Licht, Wasser, Wolken, Winde, Erde, Berge, Täler, Quellen, Bäche, Tiere, Pflanzen, der Mensch, die Gestirne usw. Alle Bilder sind zu einem Loblied auf Gott zusammengefügt. Mit dem Lied „Auf, Seele, Gott zu loben“, das ebenfalls ganz erfüllt ist vom Staunen über die Schöpfung Gottes, wurde die Gemeinde in die Ausführungen von Pfarrer Hartmann miteinbezogen.
Pfarrer Oliver Fischer aus Müllrose (Partnergemeinde Möllens) überbrachte die Grüße seiner Heimatgemeinde und bedankte sich für die freundliche Aufnahme am Niederrhein in der Hoffnung, dass sich die Partnerschaft fortpflanze.
Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Hartmann bei den sympathischen Musikern für ihre wunderschönen Darbietungen.
Käthe Benninghoff