„Da gab es mich noch nicht ...“

Am 31.10.2006 feiert Superintendent i.R. Hans Trauthig seinen 80. Geburtstag. An seinem 40. wurde er als Pfar-rer im Bezirk Rönskenhof eingeführt, nachdem er 12 Jahre in Neunkirchen (Saarland) gewesen war. 1977 wählte ihn die Synode zum Superintendenten des Kirchenkreises Dinslaken. Dieses Amt hatte er neben dem Pfarramt bis zu seiner Pensionierung inne. Bei allem stand ihm seine Frau Anne zur Seite.

Zu seinem Geburtstag haben sich aus Neunkirchen Besucher angekündigt, die damals bei ihm in der Jugendgruppe waren.

Gefragt, was er den aktiven Pfarrerinnen und Pfarrern heute sagen würde, antwortet Trauthig: „Im Rahmen der wirtschaftlichen Zwänge müsste sich die Kirche auf ihren wirklichen Auftrag besinnen und von da aus das Geld schwerpunktmäßig einsetzen“.

Wir wünschen ihm Gottes Segen und viele liebe Menschen, die mit ihm den Tag feiern können.

Superintendent i.R. Trauthig feierte sein 50. Ordinationsjubiläum.

Zum Gottesdienst im Rönskenhof hatte er eingeladen. Dort hatte er vierundzwanzig Jahre gearbeitet. Viele, die ihn in der Zeit begleitet und mit ihm zusammen gearbeitet haben, waren der Einladung gefolgt. Pfarrerin Ibbeken, die Vorsitzende des Presbyteriums, leitete den Gottesdienst, den der Posaunenchor Voerde musikalisch begleitete. „Als Sie ordiniert wurden, gab es mich noch nicht,“ sagte sie in der Begrüßung und machte damit die Länge der Zeit deutlich.

Was prägend war:

In seiner Predigt sagte Trauthig, dass er drei „Väter“ gehabt habe, die ihn geprägt haben. Da seien der eigene Vater zu nennen, ebenso der Schwiegervater, in dessen Leben an erster Stelle ‘Nachfolge Christi’ stand, dann der Vikariatsvater, bei dem er die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium gelernt habe. Wichtig sei für ihn der Konfirmationsspruch seines Bruders, der als Neunzehnjähriger gegen Ende des Krieges gefallen war: Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.

„Mit 77 Jahren denkt man über Leben, Tod und Sterben nach,“ führte er aus, “doch ich will mich verlassen auf Gottes ewige Liebe.“

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden alle zu einem Imbiss eingeladen mit Gelegenheiten zu Grußworten. D. Rockhoff, Predigthelferin und Leiterin der Kleinen Domkantorei, sang als Grußwort ein Stück von Händel, begleitet von R. Nighbur an der Orgel.