Gottesdienst zum Mirjamsonntag!
Der aus der Zunkunftswerkstatt entstandene Arbeitskreis „Gottesdienst kreativ“ hatte den Gottesdienst vorbereitet. Thema war die Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen in der Kirche sowie in der Gesellschaft, die Auseinandersetzung mit den Frauen- und Männerrollen.

Als biblische Lesung wurde eine Nacherzählung aus Richter 4, 2-16 in der Anfangsliturgie gewählt. Dort ist Debora die einzige Frau in der Rolle der Richterin. Sie wird als Frau mit Macht und Autorität geschildert. Vom Ort ihrer Richtertätigkeit unter der Palme spricht sie nicht nur Recht, sie nimmt auch politisch-prophetische Führungsaufgaben wahr.
Durch ihr Verhalten machen Debora und Barak deutlich, dass sie nur gemeinsam die Befreiung ihres Volkes erreichen können. Sie hat das Zutrauen in das Vorhaben und das Gottvertrauen, das ihm selber fehlt. Debora wiederum braucht für ihr prophetisch-politisches Wirken einen Experten, der sich in Kriegsführung auskennt. Das Miteinander von Mann und Frau gelingt, weil beide bereit sind, um der gemeinsamen Sache Willen Kompromisse einzugehen.
Eröffnet wurde der gut besuchte Gottesdienst von dem Flötenkreis Spellen, der diesen Gottesdienst musikalisch begleitete. Die Liturgie und die Lieder waren auf das Thema abgestimmt und wurden von den einzelnen Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe vorgebracht. Statt der sonst gewohnten Predigt fand ein Anspiel statt.
Der zentrale Dialog zwischen Mutter und Tochter lehnte sich an die Hörfunkserie „Papa, Charlie hat gesagt....“ an. In diesem Dialog ging es um die Geschichte von Debora und Barak und die Rollenverteilung von Mann und Frau in der heutigen Gesellschaft. Das Ganze, locker und witzig aufbereitet, sorgte für manchen Schmunzler, nicht zuletzt, weil vielleicht mancher oder manche sich in dem Stück mit seiner/ihrer Partnerschaft wieder fand.
Im Anschluss an den Gottesdienstes wurde das Gespräch bei Getränken und Snacks gerne aufgenommen.