Pfr. Federwisch wechselt die Pfarrstelle

Mitteilung von Pfr. Federwisch im Gemeindebrief (Januar 2012)

In den vierzehn Jahren meines Pfarrdienstes in Möllen hat es viele liebevolle Begegnungen gegeben, die mein Leben sehr bereichert haben. Die Direktheit, die hohe soziale Verantwortung und die Freiheit zur Vergebung und dem Neubeginn habe ich ebenso schätzen gelernt, wie die Offenheit der Gemeinde gegenüber Menschen und Veränderungen, auch in der Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde, den Schulen, der Feuerwehr , den Vereinen und der Moschee. Dazu gehören auch die intensiven Begegnungen mit der Partnergemeinde Müllrose.

Ich bedanke mich für den großen persönlichen Einsatz und die weite Fantasie, mit der sich die unterschiedlichsten Menschen eingebracht und Gruppen, Feste und Aktionen gestaltet haben. Dies hat sich fest in mir eingeprägt. Ein besonderer Dank gilt meiner Familie, die mich in Wort, Tat und mit großer Toleranz unterstützt hat.

Vieles habe ich versäumt zu tun, manches gesagt, wo ich besser geschwiegen hätte und einiges einfach überhört. Für die entstandenen Verletzungen bitte ich um Vergebung.

Gleichzeitig bitte ich, meine Entscheidung zu respektieren. Früher war es im Rheinland gang und gäbe, dass Pfarrer nach acht bis zehn Jahren ihre Stelle wechselten. Mir haben die Gründe immer eingeleuchtet. Es entsteht Raum für andere Erfahrungen in die Gemeindearbeit, neue Aufgaben können gewohnte Sichtweisen  und Denkbahnen aufbrechen. Vieles muss neu geordnet werden. Dabei kommt auf das Presbyterium und das Pfarrteam sicher eine Menge Arbeit zu. Aber dies ruht bei den Verantwortlichen in guten Händen.  

In meinem bisherigen Berufsleben hat es wiederholt Neuorientierungen gegeben. Der Wechsel nach Dinslaken stützt sich auf dieses Erleben. Und so freue ich mich auf die neue Aufgabe.

Auf Ihren Wegen wünsche ich Ihnen Gottes reichen Segen, seine Liebe und Begleitung!

Ihr Ralf Federwisch

 

 

Pressemitteilung des Kirchenkreises im Dezember 2011

Pfarrer Ralf Federwisch aus Götterwickerhamm wird im Sommer nächsten Jahres in die fünfte Pfarrstelle der Kirchengemeinde Dinslaken wechseln. Der Möllener Seelsorger tritt seinen Dienst nach der Pensionierung von Pfr. Axel Schröder (Erlöserkirche)

An. Das Dinslakener Presbyterium gab nach Gesprächen mit Federwisch dazu jetzt grünes Licht. Pfr. Federwisch begründete seinen Entschluss zur Übernahme einer neuen Aufgabe in der Nachbargemeinde Dinslaken mit gemeindlichen Strukturüberlegungen und der kreiskirchlichen Rahmenplanung für den Pfarrdienst.

Die Kreissynode Dinslaken hatte vor Wochen beschlossen, im Kirchenkreis die Gemeindegliederzahl pro Pfarrstelle auf 2500 anzuheben, die frei werdende Dinslakener Pfarrstelle im closed-shop-Verfahren zu besetzen und damit Bewerbungen aus anderen Kirchenkreisen auszuschließen. Im Rahmen von Beratungen über Strukturveränderungen und Gemeindekonzepte war das Götterswickerhammer Presbyterium schon 2007 zum Ergebnis gelangt, mittelfristig nicht mehr alle vier Pfarrstellen finanzieren zu können. Rückläufige Gemeindegliederzahlen, sinkende Kirchensteuereinnahmen und ein hoher Sanierungsbedarf an kirchlichen Immobilien hatten damals dazu geführt, dass der gemeindliche Haushalt nur durch Rücklageentnahmen ausgeglichen werden konnte.

Durch Federwischs Wechsel nach Dinslaken kann die Anpassung an die von der rheinischen Landeskirche vorgegebene Personalplanung im Pfarrdienst sozialverträglich gestaltet werden.

Versetzungen in den Wartestand wie in anderen Kirchenkreisen im Rheinland sind im Raum Dinslaken nicht zu erwarten. Die angehobene Gemeindegliederzahl pro Pfarrstelle macht allerdings in Götterswickerhamm und einigen anderen Gemeinden im Kirchenkreis den Neuzuschnitt von  Bezirksgrenzen, die Bündelung pfarramtlicher Aufgaben und kreiskirchliche Entlastungsdienste nötig. Auf den synodalen Arbeitskreis, der sich mit diesen Themen beschäftigt, wartet im nächsten Jahr noch eine Menge Arbeit.

Heiko Dringenberg