- Talkshow im Voerder Rathaus –

"Was hilft die Bibel im öffentlichen Leben?" Unter dieser Fragestellung hatten die Pfarrer Matthias Jung (Ev. Kirchengemeinde Götterswickerhamm) und Jürgen Widera (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) zu einer Talkshow eingeladen. Etwa 60 Personen waren gekommen, um zu hören, was Menschen aus Politik und Wirtschaft auf diese Frage antworten. Dr. Hans-Ullrich Krüger führte aus, wie christliche Grundwerte seine politische Arbeit mit prägen und dass es Themen wie Todesstrafe oder das Klonen gibt, wo er aus dieser Überzeugung heraus klare Positionen bezieht. Als wesentlich bezeichnete er die Zuversicht, die aus dem christlichen Glauben heraus fließt und die gerade in diesen gesellschaftlich schwierigen Zeiten in unserem Land hilfreich ist. Lizzy Füllgraf, für die Voerder Grünen im Stadtrat, bekannte sich ausdrücklich zur Bibel als Grundlage ihrer Einstellung hinsichtlich aller Themen, in denen es um die Bewahrung der Schöpfung geht. Weiter erzählte sie anschaulich von den heftigen Auseinandersetzungen innerhalb von Bündnis 90/Die Grünen über die Fragen von Krieg und Frieden, die maßgeblich auch von Christinnen und Christen in der Partei mitbestimmt wird. Otto Eggeling, Geschäftsführer des Ev. und Johanniter-Klinikums, antwortete auf die Frage, was ein evangelisches Krankenhaus von anderen unterscheide, dass zwar für alle Krankenhäuser die gleichen Rahmenbedingungen gelten, aber nach seiner Beobachtung heraus viele Mitarbeitende seines Hauses immer wieder den Wunsch äußern würden, mehr Zeit für die Betreuung der Patienten haben zu können. Rainer Lemm, Malermeister aus Friedrichsfeld, brachte seine Grundeinstellung, die er dem christlichen Glauben verdankt, auf den Punkt mit dem Satz: "Man muss die Menschen lieben, um sie zu erreichen". Davon ausgehend schilderte er sehr anschaulich, wie er sich darum bemüht, immer wieder Konflikte mit Mitarbeitenden und Kunden auf friedliche Weise lösen zu wollen – und dies oft auch gelingt. Hans de Boer, Berufsschulpastor im Ruhestand und Buchautor, der viele Jahrzehnte im Ausland lebte, setzte die Akzente durch Erfahrungen, die Menschen in Indien, Kanada und dem Irak mit der Bibel und dem christlichen Glauben und der Bibel machen. Im Anschluss nutzten die Zuhörer noch die Möglichkeit, sich mit den Talkgästen zu unterhalten und äußerten immer wieder die Hoffnung, dass diese erste Talkshow nicht die letzte im Voerder Rathaus gewesen wäre.