25-jähriges Ortsjubiläum von Edith Hilterhaus
Am 1. April 2006 feiert Edith Hilterhaus ihr 25-jähriges Ortsjubiläum in der Kirchengemeinde Götterswickerhamm, - das ist ein guter Anlass für eine Rückschau, auf 25 Jahre Kinder-, Jugend-, Familien- und Erwachsenenarbeit, auf ein Vierteljahrhundert Gestaltungsgeschichte in der Kirchengemeinde. Gelegenheit, Bilanz zu ziehen.

Zunächst schien es so, als wenn ihr ihre berufliche Vita einen anderen Weg ebnen wollte. Doch nach einigen Jahren kaufmännischer Bürotätigkeit wurde Edith Hilterhaus schnell klar, dass diese Arbeit nicht der Kern ihres Lebens ist. Sie wollte ihrem Leben eine Grundlage geben und beschloss, an der Fachhochschule für Theologie eine dreijährige Ausbildung zu absolvieren. Später folgte das Studium der Sozialpädagogik in Bochum. In weiteren Seminaren belegte sie schwerpunktmäßig Psychologie und Seelsorge. Bevor Edith Hilterhaus nach Voerde kam, arbeitete sie mit Kindern und Jugendlichen in einem sozialen Brennpunkt in Obermeiderich. Den Schritt von der kaufmännischen Arbeit zum Anwalt für Menschen hat sie bis heute nicht bereut. „Die Menschen spüren, wenn man etwas gerne macht“, erzählt Edith Hilterhaus. „Dann lassen sie sich auch begeistern. Ich gebe gerne, neben allen anderen Inhalten, Informationen zum Glauben; aber was jede und jeder daraus macht, ist seine persönliche Sache“. Wie Edith Hilterhaus weiter berichtet, hat sie nicht nur mit den Menschen gearbeitet, sondern auch mit ihnen ein Stück gemeinsames Leben gelebt: es gab Theater- und Konzertbesuche, Wanderungen und Radtouren.
Bis 1994 organisierte Edith Hilterhaus mit ehrenamtlichen Mitarbeitern die praktische Jugendarbeit in der Kirchengemeinde. Der Aufruf der Landeskirche, für ältere Mitarbeiter in der Jugendarbeit neue Stellenbeschreibungen auszuarbeiten, war die Geburtsstunde des Büros für Kinder-, Familien- und Erwachsenenarbeit, das Edith Hilterhaus bis heute leitet. Im Jubiläumsjahr legt sie den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Schulung von ehrenamtlichen, jugendlichen Mitarbeitern, „damit die Gemeinde Menschen hat, die sich einbringen können“, erzählt Edith Hilterhaus weiter. „Ansonsten habe ich immer geschaut, was man machen kann, wofür gibt es ein Publikum. Daraus sind dann die einwöchigen Radtouren und in diesem Jahr die Romreise und die mehrtägige Wanderung auf dem Jakobsweg entstanden. Eine Woche etwas gemeinsam zu machen, das verbindet zum einen und zum anderen bleibt mit diesen Aktionen die Kirche nicht anonym; man nimmt sie wahr“. Ihr Hobby „Blaudruck“ brachte sie in Kursen in die Arbeit ein, ebenso die Kinderfreizeiten und die Kinderbibeltage. Ein besonderes Highlight ist das alljährlich stattfindende „Candlelight-Dinner“, das schon einige Tage nach Erscheinen des Jahresprogramms ausgebucht ist. In diesem Jahr gibt es ein Kochbuch, in dem alle bisher zubereiteten Köstlichkeiten aufgeführt sind. Am Sonntag, dem 2. April 2006, um 10.30 Uhr, wird die Kirchengemeinde Edith Hilterhaus in einem Gottesdienst in der Voerder Kirche an der Grünstraße für ihre von Kompetenz und Engagement geprägte Arbeit danken.
Käthe Benninghoff