Ruhestandist angesagt
Nach mehr als dreißig Jahren beendet Siegfriede Stein ihren Dienst.

Im Juli 1971 hat sie bei uns in der Evgl. Kirchengemeinde Götterswickerhamm angefangen, d.h. als ich nach Voerde kam, war sie schon hier. Damals war, wie sich die Älteren erinnern werden, Herr Monhaupt Leiter der Verwaltung. Hans Trauthig, zu der Zeit Pfarrer im Rönskenhof und Vorsitzender des Presbyteriums, stellte sie ein. Superintendent Arnolds, Hünxe, hatte sie ihm empfohlen, und es war, wie sich im Laufe der Jahre herausstellte, eine gute Entscheidung.
Als sie die Leitung der Verwaltung übernahm, musste sie sich in die vielen Arbeitsbereiche erst hineinfinden. Von Personalfragen bis hin zu Bau- und Friedhofsangelegenheiten hatte sie Entscheidungen für den jeweiligen Vorsitzenden vorzubereiten und zum Teil auch selbst zu treffen.
Wenn man Vorsitzender des Presbyteriums war – alle zwei Jahre übernimmt ein anderer das Amt -, konnte man mich auf ihre Sachkenntnis verlassen. Ihre sorgfältige Vorbereitung jeder Ausschuß- und Presbyteriumssitzung, die in der Regel einmal im Monat stattfindet, trug zu einem ruhigen Sitzungsverlauf bei und wenn Rückfragen gestellt wurden, war sie es, die Auskunft geben konnte.
Dank ihrer Gewissenhaftigkeit konnte ich mich immer auf sie verlassen. Ergaben sich irgendwelche Probleme in der Verwaltung oder im Umgang miteinander, konnte ich mit ihr darüber sprechen. So herrschte innerhalb der Mitarbeiterschaft eine gute Arbeitsatmosphäre.
Was ich in der Zeit der Zusammenarbeit mit ihr immer geschätzt habe, war, dass sie sich als bewusste Christin verstand und wusste, was Kirche ist.
Als der Sitz der Verwaltung von der Grünstraße zum Rathausplatz 11 verlegt wurde, sorgte sie dafür, dass einmal in der Woche in dem Eine-Welt-Laden eine Andacht gehalten wurde.
Im Voerder Gemeindeamt war sie so etwas wie „die Seele“ des Hauses. Man konnte immer sagen: „Geh mal hoch und frag‘ Frau Stein.“ Mit dem Umzug in das Gemeinsame Gemeindeamt nach Dinslaken fiel dieser „kurze Weg nach oben“ weg.
Ende Juli tritt sie in den Ruhestand.
Ich wünsche ihr dafür Schalom und Gottes Segen.
Peter Diederichs