Schon lange dabei .....Irmgard Fähnrich, alte Möllnerin und Mitarbeiterin im Besuchskreis

Frau Fähnrich, seit wann sind Sie im Besuchskreis?

Seit August 1990. Der Kreis wurde damals von Pfr. Buchsteiner gegründet. Heute sind wir zusammen zwölf Frauen. Als er gestorben war, hatte Frau Hofrichter gesagt ‚wir machen den Kreis weiter’. Und so treffen wir uns immer noch alle drei Monate.

Dann werden die Besuche ‚verteilt’?

Da bekommen wir die neuen Listen. Aber wichtig ist, dass wir uns bei einem gemeinsamen Frühstück treffen und austauschen können. In der Regel ist Pfarrer Federwisch dabei und hält eine Andacht.

Jede hat einen bestimmten Bereich?

Ja, ich hatte früher noch die Alexander- und Schwanenstraße, aber heute nur noch die Knappenstraße. Da kann ich zu Fuß hingehen, und aus Gesundheitsgründen kann ich im Winter nicht mehr mit dem Rad fahren. Daher besuchen andere von uns viel mehr Leute.

Melden Sie sich vorher an?

Das ist nicht nötig. Wenn Geburtstag ist, rechnen die meisten mit Besuch. Da haben zwei Frauen an einem Tag Geburtstag. Zu der einen gehe ich morgens, und die andere erwartet mich schon nachmittags zum Kaffee. Alle freuen sich, wenn ich mit einem

Gruß von der Gemeinde komme.

Und was ist, wenn Sie einmal verhindert sind?

Entweder vertritt mich mein Mann oder ich gehe einen Tag später. Dann sind außerdem nicht so viele Leute da. Ich halte mich gern etwas im Hintergrund.

Das ist doch nicht der einzige Gemeindekreis, zu dem Sie gehören.

Ich bin mit meinem Mann in der “Brücke“, dann gehöre ich zur Frauenhilfe als Bezirksfrau, und seit 38 Jahre singe ich im Chor mit.

Dann sind Sie eine richtige Möllnerin.

Ja, wir wohnen seit achtundvierzig Jahren hier. Als mein Mann 1953 auf dem Schacht Arbeit bekam, sind wir hier hergezogen. Jetzt hoffen wir, dass wir im nächsten Jahr unsere Goldene Hochzeit feiern können.