25 Jahre Dienst in der Gemeinde

Gemeindebrief: Edith, viele kennen dich, denn durch deinen umfangreichen Aufgabenbereich kommst du mit vielen in Kontakt. Kannst du dich noch daran erinnern, wie du nach Voerde gekommen bist und wie dein Einstieg war?

Edith Hilterhaus: Ja. Da hier eine Mitarbeiterin für die Jugendarbeit mit theologischem Schwerpunkt gesucht wurde, hat eine Beauftragte der Landeskirche mich den Pfarrern Trauthig und Lohmann vorgeschlagen und so habe ich diese Stelle angetreten.

Die Arbeit zu Anfang war leicht, denn ich kam aus einem sozialen Brennpunkt in Duisburg in eine Gemeinde, in der ich das Gefühl hatte, hier hat schon jemand vorgearbeitet und ich kann schon ernten. Viele Dinge, die hier bestanden, habe ich so gelassen und Neues dazu angefangen.

Mein Büro war anfangs im ehemaligen Gästezimmer von Pastor Lohmann untergebracht, mehrfach bin ich dann in den 25 Jahren umgezogen.

Du leitest Kindergruppen, Freizeiten, führst Gesprächsveranstaltungen durch, machst vielerlei Angebote und initiierst Aktionen. 25 Jahre sind eine lange Zeit, was ist bei dir besonders haften geblieben?

Die Zeit ist wie im Fluge vergangen, gern erinnere ich mich z.B. an die „Räume der Stille“, die wir in allen Schulen in Voerde eingerichtet hatten. Hier haben unsere Mitarbeiter den Schülern Angebote in den Pausen wie Meditationen gemacht.

Auch die alle 2 Jahre stattfindenden Jugendtage im Pavillon waren eine Bereicherung für alle. Durch die Präsens in den Schulen besuchten viele Jugendliche uns.

Bei mir persönlich habe ich festgestellt, dass ich im Laufe der Jahre eine Gelassenheit entwickelt habe, durch die ich an Kompetenz gewonnen habe, obwohl ich älter geworden bin.

Und heute? Wie geht es dir nach deiner Erkrankung des letzten Jahres?

Mit geht es soweit gut, doch merke ich heute meine Grenzen, wenn viele Aktionen in kurzer Zeit anstehen. Aber vor allem macht mir Lautes sehr zu schaffen.

Dann ist sicher dein Entschluss in Altersteilzeit zu gehen der richtige. Was hast du in Zukunft vor?

Meine Stelle wird nach meinem aktiven Berufsleben Ende des Jahres ge-strichen, doch fühle ich mich der Gemeinde auch in der passiven Phase der Altersteilzeit eng verbunden.Wenn es gewünscht wird, stehe ich noch für die eine oder andere Aufgabe zur Verfügung. An der Gemeindekonzeption habe ich intensiv mitgearbeitet. Es liegt mir daher sehr am Herzen, dass die Gemeinde wächst und gedeiht, wenn nicht in die Breite dann doch in die Tiefe, damit sie noch mehr zu einer einladenden Gemeinde wird. Ich wünsche mir, dass Leute heranwachsen, die das weitergeben, was sie empfangen haben.

Wir danken dir für deine liebevolle Arbeit in den 25 Jahren im Dienst unserer Gemeinde und wünschen dir alles Gute, vor allem Gesundheit und Gottes Segen.

Kempken-Weuster