Zwanzig Jahre Handarbeitskreis
GemeindeBrief : In welchen Gruppen wirken Sie mit?
Anneliese Held: In der Frauenhilfe assistiere ich nur. Hauptsächlich bin ich im Handarbeitskreis tätig. Da verstehe ich mich als Organisatorin und Planerin der Basare. Die wird es allerdings in Zukunft nicht mehr geben. Wir werden ja älter. Alter und Krankheit machen sich dann bemerkbar. Wir haben einmal mit zwanzig Frauen begonnen, jetzt sind wir nur noch elf. Zudem wird es schwieriger Sachen herzustellen, die auch gekauft werden. Man muss sich da schon etwas einfallen lassen.

Sie haben ja mit der Gruppe einiges für die Gemeinde erreicht.
... eine ganze Menge, z.B. hat der Handarbeitskreis für die Orgel und den Förderverein gespendet, allein 10 000 DM für die Toilettenanlage an der Kirche. Es wurden die Paramente am Altar gekauft, Tischdecken und Teewagen für das Gemeindehaus angeschafft und manches mehr.
Wie sind sie überhaupt zu diesen Aufgaben gekommen?
Als ich 1986 in Rente ging, wollte ich nicht zu Hause herumsitzen, sondern etwas Sinnvolles tun. Zu der Zeit gab es schon in Götterswickerhamm den Spinnkreis. „Willst Du nicht mitkommen?“ fragten mich Nachbarn. So kam ich durch die Spinner zum Handarbeitskreis, denn Handarbeiten ist mein Hobby. Der Kreis ist für manche auch heute noch die einzige Abwechslung in der Woche. 1986 haben wir den ersten Basar organisiert.
Und bei den Spinnern sind sie auch noch.
Ja, die treffen sich seit nunmehr zwanzig Jahren immer in den Wintermonaten.
Hatten Sie beruflich mit Handarbeiten zu tun?
Nein, ich habe eine kaufmännische Ausbildung und erst als Sekretärin gearbeitet. Im Krieg war ich als zivile Angestellte verpflichtet bei einer Flakabteilung in Wehofen, dann am Lippeschlösschen und am Ende auf dem Gutshof Glückauf. Nach dem Krieg arbeitete ich beim Arbeitsamt und später bis zur Rente bei verschiedenen Firmen eben als Sekretärin.
Wo liegt heute der Schwerpunkt Ihres Hobbys?
Ich arbeite gern mit Textilien z.B. Patchwork und Filzen.
Dann danke ich nicht nur für das Gespräch, sondern auch für die geleistete Arbeit und sagen Sie auch den Dank an die anderen im Handarbeitskreis weiter.