Mit Jugendlichen über Ostern nachdenken!

Sie ist seit September des vergangenen Jahres als Jahrespraktikantin im Bonhoeffer-Haus (DiBo) tätig. Dieses sogenannte Anerkennungsjahr gehört zu ihrer Ausbildung als Erzieherin. Mit ihr sprach der GemeindeBrief

GemeindeBrief: Was sind Ihre Aufgaben als Jahrespraktikantin?

Ich mache alles, was im Bereich Jugendarbeit an Aufgaben vorhanden ist. Dabei genieße ich es, im DiBo große Freiheit zu haben. Ich habe viel Kontakt zu den Jugendlichen, die hierher kommen und erfahre manches über ihre Probleme, Ängste und Nöte. Wir haben ein sehr offenes Verhältnis zueinander.

Gibt es einen besonderen Schwerpunkt in Ihrer Arbeit?

Seit Februar arbeite ich mit einer festen Gruppe von etwa zwölf Jugendlichen an einem Theaterprojekt. Wir haben uns an die Ostergeschichte herangewagt, sie selbst in unserer Sprache als Rollentext aufgeschrieben und werden im April im Rönskenhof das Stück „Ostermorgen“ aufführen. Auch die Kulissen und das Bühnenbild sind von den Jugendlichen selbst gestaltet worden.

Da haben Sie sich an eine schwierige Geschichte herangewagt.

Ja, das stimmt. Es war auch nicht leicht, die Jugendlichen dazu zu bewegen, sich mit diesem biblischen Stoff auseinanderzusetzen. Aber als wir dann einmal angefangen hatten, waren sie mit großem Eifer bei der Sache. Dabei sind sehr viele Fragen des christlichen Glaubens diskutiert worden. Ich habe gemerkt, dass die Jugendlichen sensibel sind für religiöse Fragestellungen.

Würden Sie sagen, dass auch heutige Jugendliche sich für Glaubensfragen interessieren?

Auf jeden Fall. Es kommt allerdings darauf an, dass man eine persönliche Beziehung zu den jungen Menschen hat, dann sind sie bereit, über Glauben und Religion zu sprechen. Und man muss selber von der Sache überzeugt sein und sie methodisch gut aufbereiten.

Ich habe den Eindruck, dass Ihnen das gelingt. Sie genießen eine hohe Anerkennung bei den Jugendlichen, wie ich von einigen hören konnte. Ich wünsche Ihnen für die letzten Monate Ihres Berufspraktikums weiterhin positive