... dabei auch vom Alltag erzählen!

1791 wurde die Sonntagsschule in England ins Leben gerufen. In Deutschland ist es seit Anfang des 20.Jhd‘s. die Kinderkirche. Jeden Sonntag kommen da die Kinder zusammen und erfahren etwas vom christlichen Glauben. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen tragen diese Arbeit. In unserer Kirchen-gemeinde ist Anke Bernds eine von ihnen. Sie ist verheiratet und hat selbst drei Kinder. Mit ihr sprach der GemeindeBrief

GemeindeBrief: Der Kindergottesdienst ist ja eine sehr alte Einrichtung der Kirche. Wie lange arbeiten Sie da schon mit?

Seit 1999. Es gab vorher wöchentlich nur die Montags-Kinder-Kirche, MoKiKi, in Götterswickerhamm. Das erforderter Fahrgemeinschaften und war für Familien mit Kindern nicht so einfach zu organisieren. Wir haben daher Pfr. Eickmeier angesprochen und seit der Umstellung der Gottesdienstzeiten, 10.30 Uhr in der Voerder Kirche, kommen wir seitdem jeden Sonntag dort zeitgleich mit dem Gottesdienst der Erwachsenen zusammen.

Die Kinder sind beim ersten Teil dabei und gehen dann in den Pavillon, ...und es wäre gut, wenn das bei der Liedwahl am Anfang bedacht würde. Wir haben so einen festen Ablauf. Das brauchen die Kinder.

Pfr. Eickmeier begleitet Ihre Arbeit, nehme ich an. Stellen Sie mit ihm die Themen selber zusammen?

Wir treffen uns mit ihm einmal monatlich, bei Bedarf auch häufiger zur Vorbereitung und richten uns in der Regel nach den vorgeschlagenen Themen. Dazu gibt es Material. Wenn das für die Kinder zu schwierig ist, entwickeln wir selbst etwas.

..... zu biblischen Geschichten?

Nicht nur. Wir arbeiten auch thematisch. Z.B. einmal mit der Geschichte „ Lotte zieht um“ von Astrid Lindgren oder

„Leben mit Gott“. Dann sprechen wir mit den Kindern darüber, erzählen dazu, spielen Szenen und singen.

Die Kinder werden nicht angepredigt.

Keinesfalls. Wir gestalten die Zeit mit ihnen und merken dabei immer wieder, dass die Kinder selbst viele Ideen haben. Z.B. „Jesus auf dem Meer“: ein blaues Tuch in der Mitte, Steine als Schiffe, die Menschen sind Korken ...

Dann sehen die Kinder alles, was zu der Ge schichte gehört. Wo finden Sie die Ideen?

Wir sind sieben Mitarbeiterinnen. Da kommen viele Ideen zusammen, andere haben wir von Kindergottesdienst-Helfertagen, an denen wir teilgenommen haben.

Gibt es etwas besonders Erwähnenswertes bei dem Zusammensein mit den Kindern?

Die Erzählrunde. Die Kinder erzählen von sich, ihrem Alltag, was sie getan haben. Bei der Josua-Geschichte wurde auf einmal „Mutlosigkeit“ zum Thema. Da konnten alle etwas zu sagen und auch über eigene Gefühle sprechen.

Sie vermitteln Inhalte des christlichen Glaubens, was viele Eltern ja nicht mehr leisten können.

.. und wir möchten die Familien mit unserer Arbeit vertraut machen und würden gern einmal ein Wochenende mit ihnen zusammen durchführen.

Vielleicht wird das einmal möglich. Für das Gespräch danke ich und wünsche Ihnen und den anderen Mitarbeiterinnen Gottes Segen.

Kronen mit Edelsteine

Kronen mit Edelsteinen haben die Kinder der Montags-Kinder-Kirche gebastelt, nachdem sie von König Ahab und Königin Isebel gehört hatten. Der Prophet Elia musste ihnen einige Male die Meinung sagen, weil sie gar keine guten Könige waren.

Es gibt tolle Geschichten in der Bibel, von guten und bösen Leuten, kleinen und großen Menschen, mutigen und ängstlichen. Eltern, die möchten, dass die Gemeinde ihnen bei der religiösen Erziehung der Kinder hilft, können montags um 17 Uhr Kinder ab 5 Jahren ins Gemeindehaus in G‘hamm bringen. Kinder lieben Geschichten und Lieder! Und sie sind offen für einen Gott, der sie liebt.

E. Hilterhaus, M.Wöger-Zock