Bewertung des Siegerentwurfs durch das Preisgerichts

Das Preisgericht hat einstimmig den Entwurf des Büros Hecker/Düsseldorf zum Sieger erklärt und das Presybterium hat sich in einer Sondersitzung mit großer Mehrheit dieser Entscheidung angeschlossen.

Der Wortlaut der Bewertung durch das Preisgericht lautet:

"Der Entwurf überrascht durch eine Gebäudefigur, die das Raumprogramm weiträumig um einen als „Patio“ bezeichneten Hof anordnet und damit den Gemeindesaal weit in den rückwärtigen Grundstücksbereich schiebt. Der Patio öffnet sich in Richtung Kindergarten, sodass die beiden Gebäude in eine räumliche Beziehung miteinander treten. Zudem wird er durch den vorderen und niedrigeren Gebäudeteil des Gemeindezentrums ausreichend gegenüber den Verkehrsbewegungen des gemeinsamen Parkplatzes abgeschirmt. Der Haupteingang des Gemeindezentrums ist klar positioniert und führt in ein offen gestaltetes großzügiges Foyer, das sowohl ausreichend Vorfläche für den Gemeindesaal bietet als auch vielfältige Begegnungen aller Nutzer ermöglicht. Die großzügigen Verglasungen entlang aller Fassaden zum Patio schaffen eine enge Beziehung aller Funktionsbereiche zum Hof, der damit für die Gemeindeaktivitäten ein attraktives neues Zentrum schafft, das besonders positiv bewertet wird. Funktional überzeugt der Entwurf zudem durch die Lage des Jugendbereichs mit eigenem Außenbereich und durch die lineare Anordnung der Büroräume, die eine hohe Flexibilität im Grundriss schafft und damit den Erwartungen der Gemeinde an diese Funktionen voll entspricht. Der Gruppenraum und der Eltern-Kind Raum sind als Gegengewicht zum Baukörper des Gemeindesaals im Zugangsbereich zum Patio angeordnet und erhalten einen eigenen Eingang, der ein schönes Gegenüber zum Haupteingang bildet. Die vielfach gefaltete Dachlandschaft folgt in der Höhe und Neigung der jeweiligen Bedeutung der Funktionen. Die Dachformen sind überall im Gebäude auch von innen erlebbar und schaffen eine überzeugende Individualisierung der Räume gemäß ihrer Funktion. Die Teilbarkeit des großen Saals bedarf einer Überarbeitung, da die Aufteilung für die alltägliche Nutzung in geteilter Form nicht optimal ist. Der straßenseitige Gebäudeteil sollte bzgl. seiner Lage (Bauflucht) sowie der konkreten Ausgestaltung der Dachlandschaft einer detaillierten Überprüfung unterzogen werden, da der Anschluss an die benachbarte Bebauung etwas ungeklärt erscheint. Insgesamt stellt der Entwurf sowohl funktional als auch hinsichtlich seiner architektonischen Haltung eine souveräne Lösung der Planungsaufgabe dar. Er schafft zudem durch sparsamen Umgang mit der Grundrissfläche und die Reduzierung der Architektur auf vergleichsweise einfache Bauausführungen überzeugende Qualitäten."

 

 

Ansichten und Grundriss des Entwurfs für das neue Gemeindezentrum

Grundrisse und Ansichten des Entwurfs für das neuen Gemeindezentrum an der Rönskenstraße

Der Grundriss kann in besserer Auflösung auch als PDF heruntergeladen werden: